Der Anfang: Die Begleithundprüfung (BH)

Die Begleithundprüfung ist die erste Prüfung, die ein Hundeführer mit seinem Hund absolvieren muss, wenn er im VPG-Sport weiter arbeiten möchte. Sie besteht aus einem Unterordnungsteil, der auf dem Platz vorgeführt wird, einem Straßenteil, der die Umweltverträglichkeit des Hundes und seinen generellen Gehorsam in alltäglichen Situationen überprüft, sowie einem schriftlichen Test, der die Sachkunde des Hundeführers abverlangt. Schon hier sollte man sich Mühe geben, da dies der Anfang vom Ende sein kann, bzw. der Grundstein für den Hundesport ist.  Um die Begleithundprüfung abzulegen, muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein.

Abteilung A: Die Fährte

Die Fährte ist eine Disziplin für jeden fleißigen Hundesportler. Der Geruchsinn des Hundes ist der ausgeprägteste seiner Sinne und kann bei der Fährtenarbeit optimal gefördert werden. Mit viel Freude lernt der Hund erst das Verfolgen einer einfachen menschlichen Spur, bis hin zum Auffinden und Anzeigen verlorener Gegenstände und geruchlicher Unterscheidung verschieden alter Spuren. Altersbeschränkungen für Hund und Halter gibt es nicht, schon der 12 Wochen alte Welpe kann in die Fährtenarbeit eingeführt werden. Wer im VPG-Bereich mit seinem Hund arbeiten will, muss auch die Fährte üben, da sie eine der drei Abteilungen jeder VPG-Prüfung ist. Man kann aber natürlich auch auf Fährtenprüfungen hinarbeiten, zu der keine weiteren Abteilungen (Unterordnung oder Schutzdienst) gehören. Voraussetzung, um später an Prüfungen teilnehmen zu dürfen, ist die Begleithundprüfung.

Chrissie & Brooke auf dem Weg zur VPG1

Ortrun und Minta üben für die VPG3

 

Abteilung B: Die Unterordnung

Ohne Gehorsam geht im Hundesport eigentlich gar nichts, trotzdem gibt es eine Disziplin, in der der Gehorsam mehr als in allen anderen abgefordert wird. In der Unterordnung gilt es das Verhältnis zwischen Hund und Hundeführer zu präsentieren. Bei "Fuß", "Sitz", "Platz", "Steh", "Bring" und "Voraus" muss der Hund seinem Hundeführer buchstäblich aufs Wort gehorchen und alle Übungen schnell und mit absoluter Präzision ausführen. Jeder noch so kleine Fehler wird durch Punktabzug bestraft. Also üben, üben ... und na was?! ...üben natürlich! Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen.               

Tanja und Akiko beim Fuß durch die Gruppe Myriam und Hjordis beim Vorsitzen

 

Abteilung C: Der Schutzdienst

Auch hier steht der Gehorsam an erster Stelle. Um diesen Bereich bestehen zu können wird vom Hund Beutetrieb und Aggressionsfähigkeit bei guter Führigkeit verlangt und auch der Hundeführer braucht hier Nervenstärke, Konsequenz und viel Gespür für seinen Hund. Denn bei der Tätersuche, dem Verbellen, dem Bewachen, der Fluchtvereitelung und diversen Angriffen mit und ohne Stockschlägen kann auch der beste Hund kein nervöses Herrchen oder Frauchen gebrauchen.

Chucky übt Verbellen bei Dirk André beim Angriff auf den Hund